

Rote Gewerkschafts-Internationale (RGI).
Protokoll über den Dritten Kongress der Roten Gewerkschafts-Internationale. Abgehalten in Moskau vom 8. bis zum 21. Juli 1924.
Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale, Berlin., [1924.]
431 S., 1 Bl., Gr.-8°, Orig.-Halbleinenbd. und Orig.-Pappbd.
WIE253
Protokoll des 3. RGI-Kongresses, der vom 8. zum 21. Juli 1924 in Moskau stattfand. - In Resolutionen und Diskussionsbeiträgen wird auf eine Vielzahl von Fragen eingegangen, nicht zuletzt auf die Gefangenenhilfe für inhaftierte Gewerkschafter*innen. Obwohl eine Vielzahl an internationalen Fragen aufgegriffen wird, sind die Länderberichte sowie die Zusammensetzung der Delegierten noch stark auf Europa beschränkt. Eine Ausnahme bilden lediglich die Türkei und China. Im Rahmen des Kongressgeschehens fallen seitens der RGI-Delegation aus der SU bemerkenswert (selbst-)kritische Töne, z.B. hinsichtlich des Lohnniveaus, das 1924 nach wie vor nicht über dem Vorkriegsniveau liegen würde. Eine sehr prominente Rolle nimmt in diesen Protokollen noch Andreu Nin ein, der Delegierte der ´revolutionären Fraktion´ in der spanischen Nationalen Arbeiterkonföderation (CNT). Weitere Beiträge stammen u.a. von Ernst Thälmann und Clara Zetkin. Über die Lage in den Kolonien stellte der Kongress fest, dass die ´Welle spontaner Arbeiterkämpfe vorüber´ sei, sowie auch die national-revolutionäre Bewegung einen ´Abschwung genommen´ hätte. Der Kongress stellt vor diesem Hintergrund erneut die Forderung an die Verbände in den Kolonialmächten, dass sie für die engste Verbindung zu den Arbeiter*innen in den Kolonien zu sorgen haben und betont, dass dieser ´Verpflichtung bisher nur ungenügend nachgekommen worden´ sei. Die Arbeit ´im Osten´ müsse so verlaufen, dass nach ´denselben Prinzipien wie sie in Europa geführt wurden, nur den Bedingungen gemäß´ Gewerkschaften errichtet werden müssen. Vergleichsweise viel Raum nimmt auch die Frage der Arbeit unter den Frauen ein, wie aus der Durchsicht verschiedener Dokumente hervorgeht. In diesem Kontext gelangt eine Begrüßungsansprache der ´Konferenz Kommunistischer Frauen´, die zeitgleich in Moskau tagte, in dem vorliegenden RGI-Protokollband zum Abdruck. Im Rahmen dieser frauenspezifischen Konferenz wurde drei Jahre zuvor (1921) der 8. März als internationaler ´Frauentag´ festgelegt. (kupf.at/medien/zeitung/archiv/2009-2010/133/2010-100-jahre-internationaler-frauentag). Des Weiteren mit Beiträgen zur Arbeit der RGI unter ´werktätigen Frauen´ aus der Türkei und China. - Zwei Exemplare mit unterschiedlichen Einbandarten vorhanden: ein Halbleinenband, ein Pappband. Halbleinenbd.: Ränder der Deckel wasserfleckig, Vorsatzblatt lose. Ansonsten gut erhaltenes Exemplar. Pappbd.: Am Rücken sowie am Kapital stark berieben. Vorderdeckel am unteren Rand wasserfleckig. Gut erhaltenes Exemplar. - Goldbeck 100.
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