

Kemner, Wilhelm:
Gedanken über die Zukunft Kameruns.
, [ca. 1935].
15 S., 8°, OBrosch.
BER70174
Kemner, bei dem es sich vermutlich um einen ev.-luth. Pastor handelt, kann in dem vorliegenden Beitrag, der mit dem Vermerk ´Geheim!´ versehen ist, als ein Vertreter einer ethnopluralistischen und sozialimperialistischen Spielart des weißen und europäischen Kolonialismus begriffen werden: ´Es kann sich selbstverständlich nicht darum handeln, Kamerun mit einer möglichst großen Zahl von deutschen Kolonisten dauernd zu besiedeln. Kamerun muß vielmehr zur größtmöglichen Erzeugung von tropischen Rohstoffen erschlossen werden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die eingeborene Bevölkerung als das wichtigste Aktivum betrachtet wird, das uns dabei zur Verfügung steht. Wirtschaftspolitik und Eingeborenenpolitik sind eng miteinander verbunden. Die Arbeit darf nicht nur dem Vorteile des kolonisierenden Volkes gelten, sondern vor allem auch dem Wohle der Eingeborenen.´ Kemner ist der Verfasser des 1927 und 1941 erschienenen Bandes ´Kamerun. Dargestellt in kolonialpolitischer, historischer, verkehrstechnischer, rassenkundlicher und rohstoffwirtschaftlicher Hinsicht´. Das hier vorliegende Dokument, das eine Vorarbeit zu dem eben erwähnten Band darstellt, ist über KVK nicht zu ermitteln. Papier an den Ecken und am Rand brüchig. Letzte Seiten mit Eckausriss (ohne Textverlust).
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