
Mensching, Wilhelm:
Farbig und Weiß. Rassen-, Kolonial- und Kulturfragen.
Hans Harder, Wernigerode a. Harz., (1930.)
224 S., 8°, Orig.-Halbleinenbd.
KNE37035
Der evangelische Pastor Mensching war 1912 als Missionar im damaligen ´Deutsch-Ostafrika´, erkannte dort die Schuld des Kolonialismus und arbeitete fortan gegen den Rassismus vieler seiner Glaubensbrüder an. Nach seiner Rückkehr ins Deutsche Reich wurde er Aktivist des Internationalen Versöhnungsbundes bis zu dessen Verbot durch die Nazis. Unter der NS-Diktatur verfasste Mensching die von Quäkern verlegten ´Erbguthefte´, die gegen die NS-Rasseideologie vorgingen. 1943/44 versteckte er die Berliner Jüdin Ruth Lilienthal in seinem Pfarrhaus, die überlebte, weshalb Yad Vashem Mensching später als ´Gerechten unter den Völkern´ anerkannte. (Vgl. Lexikon der Gerechten. Deutsche und Österreicher, Göttingen 2005, S. 195.) - Wenige Bll. mit Anstreichungen, sonst gut erhalten.
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