

Schaukal, Richard (1874 - 1942).
Fünf eigenhändige Briefe mit Unterschrift auf eigenem Briefpapier (´Dr. Richard v. Schaukal, Wien XIX/4, Cobenzlgasse 42´ bzw. ´Semmering, Haus Immergrün´). Beliegend drei gelaufene Kuverts z.T. mit gedrucktem Absender (Sektionschef I. R. Dr. Richard v. Schaukal).
Wien., 1929 - 1930.
27 S., 25 cm x 15 cm.
KNE27341
In drei umfangreichen Briefen zwischen August und November 1929 antwortet Schaukal auf eine Anfrage Soergels bezüglich des geplanten Lyrik-Bandes ´Kristall der Zeit´ und macht Vorschläge für auszuwählende Gedichte. ´Da nunmehr, auf Landsbergers Einfluß, Georg Müller seine Honorarforderungen für meine Schriften (bis 1918) hat fallen lassen, steht mein ganzes lyrisches Werk (1891 - 1929) zur Wahl.´ In der Auswahl zur Anthologie, in der drei Gedichte von Schaukal erschienen, wurde auf dessen Wünsche jedoch nicht eingegangen. In einem Brief vom 19. Dezember 1929 an Soergel zeigt Schaukal seine Unzufriedenheit mit der ´Tatsache, daß ich mit drei vollgiltigen Gedichten, aus mindestens zweihundert gleichwertigen nur fünfzig bedeutenderen ´gewählt´, in einer Anthologie vertreten bin, die sich als ´dauernder Besitz´, als ´ein Kristall der Zeit´ selbst bezeichnet´. In einem wütenden Brief vom Februar 1930 fordert er sogar: ´Auch im Inhaltsverzeichnis wollen Sie mich nicht mehr aufführen.´ - Beiliegend ein unvollständiger eigenh. Brief von Schaukal an Johannes von Guenther, den Mitherausgeber der Anthologie ´Kristall der Zeit´. - Guter Zustand.
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