

Stein, Otto Theodor Wolfgang (1877 - 1958).
Eine Postkarte und vier eigenhändige Briefe mit Unterschrift sowie zwei eigenh. adressierte und gelaufene Kuverts an Albert Soergel.
Chemnitz., 1921 - 1928.
6 S., 9 cm x 14 cm (Postkarte) und ca. 22,5 cm x 14,5 cm (Briefe).
KNE27366
Der in Böhmen geborene Maler Otto Th. W. Stein, der 1913 Mitbegründer der Münchener Neuen Secession war, lebte in den 20er Jahren in Chemnitz, wo er mit der Familie Soergel in freundschaftlichem Kontakt stand. Er war zeitweise mit der Schwester von Theodor Däubler verheiratet. Von den Nazis wegen seiner jüdische Herkunft verfolgt, ging er 1935 nach Prag. Ab 1942 war er drei Jahre im KZ Theresienstadt inhaftiert. - Neben Grüßen und Glückwünschen geht es in den Briefen des mit Theodor Däubler befreundeten Stein um eben diesen. In einem Brief vom 9. April 1925 schreibt Stein offensichtlich auf eine Anfrage Soergels hinsichtlich biografischer Informationen zu Däubler: ´Sollten Sie aber persönliche Daten wünschen, so sind diese am besten durch den Sachwalter Däublers, den Schriftsteller Dr. Max Sydow Zeitz Rossmarkt zu erreichen. Da ich von Sydow den Auftrag erhielt dessen Mutter zu portraitieren, fahre ich im Laufe dieses oder Anfang nächsten Monats nach Zeitz. Wenn Sie wünschen das Däubler für Ihre Literaturgeschichte etwas Neues schreibt, wird er es jedenfalls tun. Ich würde dann Sydow bestimmen - er steht mit Däubler in ständiger Verbindung - ihn dazu zu veranlassen.´ Um Däubler geht es auch in einem Brief vom 31. Mai 1928: ´Zu Pfingsten traf ich Däubler in Weimar. Er möchte sehr gerne noch einige Exemplare seiner ´Aufforderung zur Sonne´ [erschienen bei den Chemnitzer Bücherfreunden als ´Bekenntnisse´, Heft 11] für seine Freunde haben und bat mich, Ihnen diesen Wunsch zu übermitteln. Er bleibt bis Ende Juni in Berlin (Wilmersdorf - Babelsbergerstr. 50/III) und fährt dann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der deutschen Sektion des Pen-Clubs nach London.´ - Briefe gefaltet, Postkarte gering knickspurig, guter Zustand.
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