

Goldscheid, Rudolf:
Frauenfrage und Menschenökonomie.
Anzengruber-Verlag Brüder Suschitzky, Wien-Leipzig., [ca. 1914].
32 S., 8°, OBrosch.
BER58381
Zweite Auflage (4,-6. Tsd.) Der österreichische Soziologe Goldscheid (1870-1931) kann hier als ein früher Vertreter einer als (staats-)sozialistisch daherkommenden reproduktionstechnologischen Ideologie verstanden werden. Er reiht sich in den zeitgenössischen sozialbiologischen und eugenischen Diskurs, wie er in akademischen sozialistischen Kreisen gepflegt wurde, nahtlos ein: ´Menschenökonomie muß (...) in erster Linie auf Schutz der organischen Reserven ausgehen. Die größte organische Reserve über die das Menschengeschlecht jedoch noch verfügt, ist die Frau. Was wir deshalb an der Mutter zu leisten versäumen, was wir am Kind unterlassen, das ist durch nichts anderes gut zu machen, ganz besonders wenn wir nicht mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln auf langsamere Abnutzung der Arbeitskräfte überhaupt hinwirken. In den ungeschützten Arbeitskräften, in der gesellschaftlich zu wenig entlasteten Mutter, im notleidenden Kind wird der Urquell aller Produktivität vergiftet, wird der Boden, auf dem die wertschaffenden Kräfte selber wachsen, verwüstet.´ Im Innenteil Spuren von wegradierten Marginalien.
EUR 20,00
(inkl. der jeweils gültigen gesetzlichen Mwst)
Rotes Antiquariat C. Bartsch, Rungestr. 20, 10179 Berlin, Germany
Tel.: +49 (0) 30 - 27 59 35 00, Fax: +49 (0) 30 - 27 59 35 02
Steuer-Nr. 34/217/58303, Umsatzsteuer-ID: DE 196559745