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Heckert, Fritz / Pavlik, B.:

Die Einheitsfront und die Offensive des Kapitals. Stenogramme der Reden der Genossen Heckert und Pavlik auf dem 2. Kongress der RGI. Anhang: Die Resolution des Kongresses.

Verlag der Roten Gewerkschafts-Internationale, Moskau., 1923.
43 S., 8°, Orig.-Karton.

WIE244

(= Bibliothek der Roten Gewerkschafts-Internationale, Band 20). Der 1932 im Alter von 52 Jahren an einem Schlaganfall verstorbene Fritz Heckert geht in der ersten in der Broschüre enthaltenen Rede auf die von der RGI auf ihrem 2. Kongress weiter analysierte ´Offensive des Kapitals gegen das Proletariat´ ein. Neu sei, im Vergleich zu den Jahren vor 1922, dass zwischen den Kapitalisten und der sozialdemokratischen Konkurrenzorganisation zur RGI, dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), eine ´Arbeitsgemeinschaft´ entstand. Diese richte sich gegen das Proletariat im Allgemeinen und gegen die revolutionäre Arbeiterschaft im Besonderen. Unter diesen Bedingungen wirft F. Heckert die Frage auf, wie die ´revolutionären Arbeiter für die Einheitsfront kämpfen müssen´, wobei er die Antwort gemäß der damals geltenden Ausrichtung der RGI unter dem Leitgedanken der ´Eroberung der Gewerkschaften´ entwickelt. Die Krise des Kapitalismus, die ´zusammen mit der Offensive der Ausbeutung´ beginne, entwickle sich nach Heckert zunehmend heftiger, wozu er reichlich Zahlen- und Zitatmaterial über die ´Stockung der kapitalistischen Produktion´ in die Rede einbaut. Die gezogenen Schlussfolgerungen sind stark von der zu diesem Zeitpunkt innerhalb der kommunistischen wie auch teilweise sozialdemokratischen Arbeiterbewegung vertretenen Theorie des ´Untergangs und Zusammenbruchs des Kapitalismus´ geprägt. B. Pavlik stellt in einem weiteren Referat an Heckerts wirtschaftstheoretische Ausführungen anknüpfend fest, dass ´keine Konsolidierung des Kapitalismus stattgefunden´ habe. Zur Gewerkschaftsbewegung berichtet er von damals massenhaft stattfindenden Ausschlüssen revolutionär gesinnter Arbeiter aus den IGB-kontrollierten Gewerkschaften sowie von physischem Terror, der gegen die RGI-Anhänger ausgeübt werde. Die Aufgabe der Einheitsfront erfordere es von den Delegierten, nach dem Kongress eine geschlossene Position einzunehmen. Pavlik bringt mehrere Beispiele, dass der IGB international immer wieder den Arbeitern in den Rücken falle und keine Solidarität mit der Sowjetunion habe. Dagegen stellt er im Referat fest, dass die Solidarität mit der Sowjetunion und den dortigen Gewerkschaften eine erstrangige Frage sei, um eine internationale Einheit herstellen zu können: ´Wir müssen den festen Entschluss fassen, die russischen Gewerkschaften und die russische Sowjetrepublik zu verteidigen. Wir müssen erklären, daß uns Rußland das Beispiel für die zukünftige Einheitsfront gegeben hat.´ (S. 28) Im Schlusswort von Heckert werden die Ergebnisse zu wichtigen Themen der Kongressdiskussionen zusammengefasst: Einheitsfront, Entwicklung der Arbeiterbewegung, Faschismus, Frauen und Jugend. - Am Rücken mit Randläsuren und Fehlstellen. Mehrere Blätter alters- und lagerungsbedingt spröde. - Goldbeck 66.

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