

Oltner Aktionskomitee:
Die Novemberstreiks 1918 in der Schweiz. Situationsbericht über den Proteststreik vom 9. November und den Landesstreik vom 12., 13. und 14. November. Vom Oltener Aktionskomitee dem 2. Allg. Schweiz. Arbeiterkongress zu Bern (22./23. Dezember) erstattet.
Unionsdruckerei, Bern., 1918.
23 S., 8°, OBrosch.
BER56462
Die Novemberstreiks entbrannten - nach einer Reihe voran gegangener Proteste u. einer Streikwelle - als die Städte Zürich und Bern vom Militär anlässlich der Jahresfeier der Russischen Revolution besetzt worden waren. Hieraus hatte man eine angeblich in der Schweiz bevorstehende Revolution konstruiert. Allerdings mündete diese Finte, welche die Repression gegen die politische Linke legitimieren sollte, dann tatsächlich in den größten Generalstreik der schweizerischen Geschichte, an dem sich ca. 250.000 Streikende beteiligten. - Der letzliche Streik- und Protestabbruch wird gegen die Angriffe radikalerer proletarischer Kreise vom Oltener Aktionskomitee gerechtfertigt. Den Vorwurf der ´Kapitulation´ wollen sie nicht auf sich sitzen lassen: ´Zu einer Kapitulation gehört etwas ganz anderes als der momentane Abbruch des Kampfes. Kapitulation heisst bedingungslose Unterwerfung an den Gegner. Weder das Aktionskomitee noch die Arbeiterschaft haben sich unterworfen. Weil eine Ungleichheit der Kampfmittel bestand, hat das Aktionskomitee ersucht, die Truppen zurückzunehmen, bevor es zum eigentlichen Zusammenstoss gekommen ist.´ Umschlag stockfleckig, Seitenecken leicht knickspurig, sonst gut erhalten.
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