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Zeitschrift. Handschuh, Der.

Heft 1. Heft 2. Heft 3/4. Heft 5/6. Heft 7-9. Heft 10-12 [von 12]. Hrsg. Wladimir Hartlieb.

Wladimir Hartlieb, Wien., August 1926 - Juni/Juli 1927.
32 S. - 84 S., 8°, Priv.-Halbleinenbd.

VIE6780

Während Hartliebs politische Ausrichtung nicht eindeutig festlegbar ist, kam er bereits früh in Kontakt mit dem Nationalsozialismus und bewegte sich als konservativer Katholike im Spann-Kreis, der im autoritären Ständestaat an Bedeutung gewinnen sollte. Ebenso war er als Vorstandsmitglied an der Gründung des Bundes deutscher Schriftsteller Österreichs (BDSÖ) beteiligt. Aufgrund seiner Ehen zu zwei jüdischen Frauen musste er seinen Antrag auf Mitgliedschaft der NSDAP zurückziehen. Nach Kriegsende standen einige von Hartliebs Publikationen auf dem Index, allen voran ´Parole: Das Reich´. Das in seinem Nachlass in der ÖNB erhaltene Tagebuch gilt heute als wichtiges Dokument für die NS-Literaturszene in Wien. (Gradwohl-Schlacher, Literatur in Österreich 1938?1945. Handbuch eines literarischen Systems. Band 4.) - Laut Vorwort vetritt Der Handschuh ´das Recht des freien Gedankens gegen alle Politik und öffentliche Meinung´ und ´bekämpft den Zeitgeist und plädiert für den höheren Wert der ewigen Minorität´. Der Ton ist insgesamt kulturkritisch, anti-demokratisch und anti-sozialistisch. - Enthält u.a. Der Potemkinfilm, Der Zentralbankskandal, Italien und die Demokratie, Die Hyänen des Stimmzettels, Vor den Wahlen, Verkehrte Welt, Rechnung nach ´Seelen´. - Zustand sehr gut, Kanten stellenweise berieben.

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