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Auburtin, Victor:

Die Kunst stirbt.

Albert Langen, München., (1911.)
72 S., 8°, Orig.-Karton.

KNE29969

Der Journalist und Schriftsteller Auburtin (1870-1928), der u.a. für den ´Simplicissimus´ tätig war, vertritt in seinem Essay die Ansicht, die Massengesellschaft des Industriezeitalters führe die Kunst notwendigerweise in ein Stadium des Verfalls: ´Die Kunst stirbt an der Verpöbelung. Die Masse herrscht, und vor ihr hat alles zu kuschen. Sie verlangt billige Kunst und eine handfeste, deutliche Kunst, von der man doch etwas hat. [...] Unsere Spezies geht einer Verameisung entgegen. Wie bei den Ameisen und Bienen der Staat alles, die Persönlichkeit nichts ist, [...] so wird es auch bei uns geschehen, die wir unser Heil auf das Dümmste und Gemeinste gestellt haben, auf die Arbeit.´ (S. 65f.) Auf die Frage Auburtins ´Wo aber sind heute die Barbaren, aus denen wir uns erneuern können. Wo sind die Reserven?´ (S. 53.) entgegnet Tucholsky, der sich gegen die Stereotypien in der konservativen Massenkunst wendet, in einer Rezension: ´Ich erlaube mir, Herrn Victor Auburtin auf die Existenz eines Proletariats aufmerksam zu machen.´ (Vorwärts, 27.06.1911.) - Karton etwas gebräunt, Rücken leicht angeplatzt.

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