

Gutzkow, Karl:
Die schöneren Stunden. Rückblicke.
Eduard Hallberger, Stuttgart., 1869.
X, 339 S., 8°, Halbleinenbd. d. Zt.
KNE26141
Erste Ausgabe. - Vorliegender Band versammelt Aufsätze Gutzkows zu verschiedensten Themen gespeist aus seinen Eindrücken von Begegnungen mit berühmten Namen, Reisen und Nationalfesten sowie ein Essay ´Die ewige Jüdin´ und eingestreute kleine Nekrologe (vgl. Vorwort). - Der Schriftsteller und Kritiker Gutzkow (1811-1878) sah sich als einer der Stimmführer des Neuen Deutschland und ständiger Provokateur mit mehreren Publikationsverboten konfrontiert. Als Student der Theologie und Philosophie hörte er Hegel, Schleiermacher und Lachmann und gründete 1831 die Zeitschrift ´Forum der Journal-Litteratur´; im Laufe der Jahre sollten weitere folgen, wie der ´Telegraph für Deutschland´ an dem auch Herwegh, Engels und Hebbel mitarbeiteten und in dem zum ersten Mal Büchners ´Leonce und Lena´ abgedruckt wurde. So sehr er sich für Büchner und auch Droste einsetzte, so gnadenlos kritisierte er z.B. Heine und verwickelte sich in eine bittere Fehde mit den Junghegelianern. - In Anlehnung an Dickens und Balzac wollte Gutzkow den sozialen Roman als Gattung begründen, auch wenn seine Schilderungen durch den eher journalistischen Stil oft flach blieben, war er ein wichtiger Vorläufer des Naturalismus. (Vgl. Gutzkow, Karl. Killy Literaturlexikon, S. 6960 (vgl. Killy Bd. 4, S. 437).) - Vortitelbl. mit Besitzvermerk von Albert Soergel, sonst gut erhaltenes Exemplar. - W/G 70.
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