

Wittfogel, Karl A. (Widmung):
Results and Problems of the Study of Oriental Despotism. Reprinted from ´The Journal of Asian Studies, Volume XXXVIII, Number 2, February 1969.
Association for Asian Studies, Ann Arbor (Michigan)., 1969.
S. 357-365., 8°, OBrosch.
BER62432
In dem vorliegenden Beitrag umreißt Wittfogel das Konzept des orientalischen Despotismus, welches er bereits in seinem Hauptwerk, ´Oriental Despotism´ (dt. ´Die orientalische Despotie - Eine vergleichende Untersuchung totaler Macht´, Köln/Berlin 1962) ausgebreitet hatte und das er als wissenschaftlichen Beitrag im ideologischen Kampf gegen den sowjetischen Kommunismus verstand. Im Bolschewismus der Sowjetunion erkannte Wittfogel den modernen Nachfolger der zaristischen Despotie. Russland sei durch die jahrhundertelange Mongolenherrschaft asiatisiert worden und habe die in Ostasien entstandenen despotischen Strukturen adaptiert. Insofern habe Lenin die Geschichte der despotischen Enteignung und Unterdrückung in gravierender Weise fortgeschrieben. So orginell war diese These indessen nicht. Schon von der sozialdemokratischen Rechten, insbeondere von der Gewerkschaftsbewegung, waren während des Ersten Weltkriegs bereits ähnliche Aussagen zu vernehmen gewesen. Die nationalsozialistische Propaganda hatte ebenfalls die Furcht vor dem bolschewistischen ´Mongolensturm´ geschürt. Eine eigene Nuancierung erfuhr das Konzept des ´orientalischen Autokratismus allerdings durch die Verbindung mit der ´asistaischen Produktionsweise´, welches Wittfogel zufolge auf der Installation künstlicher Bewässerungssysteme basierte. Die Theorie der hydraulischen Despotie wurde von den zeitgenössischen Fachhistorikern entweder als zu reduktionistischer oder dichotomistischer Erklärungsansatz verworfen. Sonderdruck mit handschriftlicher Bemerkung von K. A. Wittfogel und Verweis auf den ´International Congress of Orientalists´ in Ann Arbor am 13. August 1967: ´This lead to a dramatic meeting. K. A. W.´
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