

Moholy-Nagy. - Wieszner, Georg Gustav:
Der Pulsschlag deutscher Stilgeschichte. I. Teil: Von den Anfängen bis ins 16. Jahrhundert.
Wedekind, Stuttgart., [1929.]
234 S., 1 Bl. Mit einer Fotomontage L?szl? Moholy-Nagys als Frontispiz u., 391 Abb. 4°, typograf. gest. Orig.-Leinenbd.
KNE39284
Erste Ausgabe des Hauptwerks des Nürnberger Kunsthistorikers Georg Gustav Wieszner, das am Bauhaus u.a. von Wassily Kandinsky nachweislich rezipiert wurde. Wieszner vertritt in seiner Arbeit im Anschluss an seinen ehemaligen Professor Heinrich Wölfflin die These, dass kunsthistorische Stile in zeitlich regelmäßigen Abständen wellenförmig zwischen Verallgemeinerung und Vereinzelung pendeln. Das von Moholy-Nagy entworfene Frontispiz, eine wellenförmige Zeitenübersicht, die bis ins Jahr 2100 reicht, als Fotomontage (´Stilrhythmik´), veranschaulicht diese Idee. (Vgl. Dippel S. 18f. u. 30.) - Wieszner hatte bereits Anfang der 20er Jahre Kontakt zum Bauhaus in Weimar aufgenommen und Walter Gropius besucht, in der Dessauer Zeit intensivierte sich sein Kontakt insbesondere zu Kandinsky und Moholy-Nagy. Beide holte Wieszner für Vorträge nach Nürnberg, während er selbst 1929 einen Vortrag am Bauhaus Dessau hielt. Ein von Kandinsky und Wieszner geplantes gemeinsames Buch ´Abstrakte Kunst´ blieb allerdings ein Projekt. (Vgl. Dippel S. 19 u. 31ff.) - Beiliegend: Faltbl. ´Druckfehlerberichtigung´. - Einbd. u. Vorsätze etwas stockfleckig, sonst gut. - Andrea Dippel, Unsere Künstler am Bauhaus. Nürnberg und die Moderne, Nürnberg 2019, S. 30 (mit Abb.).
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