

Lenin-Akademie der landwirtschaftlichen Wissenschaften der UdSSR (Hrsg.):
Die Lage in der biologischen Wissenschaft. Tagung der Lenin-Akademie der landwirtschaftlichen Wissenschaften der UdSSR. (31. Juli - 7. August 1948). Stenographischer Bericht.
Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau., 1949.
792 S., 8°, Orig.-Leinenbd.
VIE6781
Diese Tagung hatte weitreichende Folgen für den Umgang der UdSSR mit dem Thema der Genetik. Die dabei festgelegte offizielle Meinung verlief komplett konträr zu den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Gemeinschaft, die beinahe zeitgleich in Stockholm zum achten Internationalen genetischen Kongress tagte. Die Forschung von Mendel, Weismann und Morgan zur modernen Vererbungslehre wurde als bourgeois abgetan, stattdessen wurde der sogenannte ?Lyssenkoismus?, benannt nach dem Agrarwissenschaftler Lyssenko, als staatliche Lehre vorgeschrieben. Demnach seien die Eigenschaften von Kulturpflanzen und anderen Organismen nicht durch Gene bestimmt, sondern nur durch Umweltbedingungen, Gene würden nicht existieren. Von staatlicher Seite wurde direkt in die wissenschaftliche Argumentation von Biolog*innen eingegriffen und abweichende Forschung unterbunden. Als Folge kam es zu u.a. zu schweren Ernteeinbußen. Erst nach 1964 konnte der Lyssenkoismus als unwissenschaftlich und faktisch falsch verworfen werden. (Borinskaya/Ermolaev/Kolchinsky, Genetics 212/1, 2019, S. 1-12) - Einband leicht berieben, Kanten teilweise etwas bestoßen. Blätter sehr gut erhalten.
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