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Fontana Martina.

Halbmonatsschrift. Jahrg. 1932, Nrn. 6-10, 12 u. 14-20/21. [Bis auf Nummer 11 und 13 vollständiger Jahrgang.] Herausgeber: Heinrich Vogeler u. Fritz Jordi. Unter ständiger Mitarbeit von Carl Meffert, Helen Ernst, Eg. Jordi, P[eter] Jordi, H[ans] Brennert, Eva Schulz u.a.m.

Bergpresse, Ronco/Ascona., Januar-November 1932.
S. 1-223; 31 S. Jeweils mit Holzschnitten innen u. am Titel., Gr.-8°, illustr. Orig.-Umschläge.

KNE42384

Bis auf Nr. 13 vollständiger Jahrgang der Zeitschrift, die ´heute eine bibliophile Seltenheit und nur noch in wenigen, über die ganze Welt verstreuten Exemplaren vorhanden´ ist (Werner Mittenzwei, Carl Meffert. Clément Moreau. Berlin, 1977, S. 43ff.) - Druck der Bergpresse in ´beschränkter Auflage´. - Jede Nummer ist mit zahlr. Holzschnitten illustriert: von Yoshida Blenk [d.i. Erna Yoshida Blenk], P. Eidenberg, Eugen Früh, Peter Jordi, Heinz Mahr, Carl Meffert [d.i. Clément Moreau] u. Heinz Otto. Die meisten Holzschnitte stammen von Meffert, darunter 2 Titelschnitte aus der Mappe ?Handbuch für Polizeigriffe?. Bemerkenswert ist der handkolorierte Titelschnitt ?Bergfahrt? von Peter Jordi in Nr. 18. - 1931 erschienen Nummern 1-5, die ?November-Sondernummer 20/21? 1932 ist die letzte erschienene. Von Nummer 6 (Januar 1932) bis Nummer 19 (August 1932) ist die Paginierung fortlaufend, bei Nummer 20/21 beginnt sie neu. - Hervorzuheben ist die von dem Ehepaar Eugen Früh u. Yoshida Blenk illustrierte Nr. 19. Die Malerin u. Grafikerin Blenk, die als Tochter einer Japanerin und eines Schweizers in Shanghai und Winterthur aufgewachsen war, besuchte 1930-33 die Kunstgewerbeschule Zürich als Schülerin von Otto Morach, Ernst Gubler und Otto Meyer-Amden. Sie war auch als Illustratorin für die Büchergilde Gutenberg tätig; die erste Monografie zu Ihrem Werk erschien 2021, hrsg. v. der Eugen und Yoshida Früh-Stiftung. (Vgl. Yoshida Benk Biografie, www.früh-stiftung.ch/blenk-biografie.html, Zugriff 22.02.2023). - 1929 folgten Heinrich Vogeler und Carl Meffert dem Aufruf des Schweizer Buchdruckers Fritz Jordi in das von ihm gekaufte, verfallene Dorf Fontana Martina am Lago Maggiore. Gemeinsam gründeten sie eine sich selbst versorgende Künstlergenossenschaft. Jordi, der seine Texte für die Halbmonatsschrift unmittelbar am Setzkasten verfasste, wollte an das Barkenhoff-Experiment von 1920-1924 anknüpfen. Neben einer Handweberei gab es eine Setzerei und eine Handpresse, auf der die Zeitschrift in winziger Auflage gedruckt wurde. Das Dorf entwickelte sich zu einem Stützpunkt des linksintellektuellen Widerstands gegen den Faschismus. (Vgl. Mittenzwei, S. 43-48.) - Umschläge meist mit mont. maschinengeschr. Besitzvermerken hinten; Sondernummer vorne mit Besitzvermerk in Buntstift. - Teils unbeschnittene Expl. - Sehr unterschiedliche Erhaltungszustände; meist schwach, vereinzelt stark stockfleckig u. gebräunt. Rücken meist mit Einrissen, einige Titelbll. fast lose. Innen teils stock- u. fingerfleckig. - Abb. v. Nrn. 6, 9 u. 10 in Mittenzwei, S. 49. - Dietzel/Hügel 984.

EUR 2.800,00

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